09. März - 06. April 2014
gegenstandsbezogene Malerei | Ausstellung in der Galerie im Kloster

Vernissage 09.März 2015, 11.00 Uhr
Begrüßung für den Kunstverein Benno Müller, 2. Vorsitzender
Einführung durch Frau Petra Mostbacher-Dix, Journalistin

Weites Feld

so der Titel der Ausstellung von Thomas Heger, den der Kunstverein Oberer Neckar in der Galerie im Kloster in Horb zeigt.
 
Thomas Heger 1961 in Giengen an der Brenz geboren, lebt und arbeitet in Stuttgart. Heger, der an der Kunstakademie Stuttgart studiert hat, lehrte selbst 7 Jahre als Professor an der renommierten Kunstakademie Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Auch seine Liste an Stipendien und Preisen lässt sich sehen, so auch die Liste seiner zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland. Heger ist auch in vielen Kunstsammlungen vertreten, wie in der Staatsgalerie Stuttgart, dem Museum Ritter in Waldenbuch oder der deutschen Bank in Frankfurt.

Die Ausstellung zeigt, dem Titel folgend, eine breite Auswahl an Malereien auf Leinwand und Papier aus 10 Jahren Schaffenszeit. Zu sehen sind starkfarbige, zum Teil großformatige Gemälde, die in der Hauptsache Glasgefäße zum malerischen Anlass nehmen. Diese sind jedoch eher sinnbildhaft denn abbildhaft verwendet. So zum Beispiel bei dem Rundbild mit dem Namen „Kein unten, kein oben“. Der klassische Themenbegriff des Stilllebens wird durch den Ansatz von Thomas Heger erweitert. Mitunter durchschreiten miniaturhaften Figuren wie aus ihrem Alltag gerissen, die Bildräume Hegers. Diese Räume, Städte und Landschaften, sind jedoch alles andere als Realräume, eher Kulissen. Heger arbeitet mit dem Anschein des Objektiven, führt aber dann den Betrachter durch einen Garten der Illusionen. Ein soeben erfasstes Bild erweist sich im nächsten Moment als Täuschung und weist dem Gegenüber auf eine imaginäre Welt. Ein breiter Pinselstrich wird zur Landschaft, grüne Farbkleckse zur Vegetation. Er spielt mit Farbe, Form und Sinnbildern. Das steigert sich hin bis zu runden Himmelspanoramen, die an Modelle der Weltvorstellungen des Mittelalters erinnern lassen. In den Mischtechniken auf Papier zeigt Heger eine spontane experimentelle Handschrift, in der er viele malerische Brüche zu Bildern vereint.

Das Spektrum der Arbeiten wird durch Fotografien bereichert, die durch komprimierte Bildausschnitte zum Denken anregen. Stadtansichten einmal anders gesehen. Eine Ausstellung, die den Besuch allemal lohnt und die einem das Sehen neu vorführt. Eröffnet wird am Sonntag, den 9. März um 11 Uhr durch Benno Müller. Die Einführung hält die Stuttgarter Journalistin Petra Mostbacher-Dix.

2014 heger




PRESSE
12.03.2014 | Schwarzwälder Bote: Illusionen und Erkenntnisse über Gesellschaft und Kunst